Selbstfürsorge – 5 nützliche Tipps für jeden Tag

Was ist Selbstfürsorge?

In der Psychologie bezeichnet man als Selbstfürsorge den Prozess, sich auf physischer und psychischer Ebene, um seine Gesundheit zu kümmern.
Dazu zählen unter anderem Ernährung, Schlaf, Körperpflege, soziale Interaktionen, Sport und Schlaf/Erholung. Selbstfürsorge sollte regelmäßiger Bestandteil des Alltags eines jeden Menschen sein, vor allem, aber wenn man psychische oder physische Probleme/Krankheiten hat, sollte man sich täglich Raum für die eigen Selbstfürsorge schaffen.

Tipps Selbstfürsorge
5 Tipps zur Selbstfürsorge

Selbstfürsorge – so viel Zeit muss sein

Oft fällt es einem schwer, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, Arbeit, Schule, Haushalt, Partner, Kinder, Familie kommen doch schließlich vor. Man hat ein schlechtes Gewissen, wenn man sich Zeit für sich selbst nimmt, während der Haushalt noch nicht erledigt ist, oder man noch etwas für die Arbeit zu erledigen hat oder aufgrund dessen weniger Zeit für Familie usw. hat.

Auch wurden viele von uns so erzogen, dass man ein besserer Mensch sei, wenn man seine eigenen Bedürfnisse hinter denen seiner Familie stelle.

Wenn du dir allerdings jeden Tag ein wenig Zeit für deine eigene Selbstfürsorge nimmst, wird es dir körperlich und auch seelisch bald besser gehen, was wiederum bedeutet, dass du auch mehr Kraft hast für deine Aufgaben und andere Menschen.

Wir geben dir 5 Tipps zur Selbstfürsorge, die nicht viel Zeit kosten und dir physisch sowie psychisch guttun werden.

Tipp 1: Setzt dich zum Essen hin

Verzichte auf ein schnelles Brötchen für unterwegs und den Kaffee to go. Setzt dich stattdessen die paar Minuten hin, benutze einen Teller und nimm dir Zeit zum Essen. Egal ob du alleine oder in Gesellschaft isst, mach es dir gemütlich, und genieße dein Essen oder auch Trinken.

Selbst der Kaffee am morgen sollte nicht in einen Mitnehmbecher unterwegs getrunken werden, sondern gemütlich am Tisch.

Sich bewusst Zeit zum Essen zu nehmen, und dieses auch genießen, stärkt unser Wohlbefinden und tut Körper und Seele gut.

Selbstfürsorge Bewusst Essen
Nimm dir Bewusst Zeit zum Essen

Tipp 2: Bewege dich Regelmäßig

Nimm dir täglich 30 Minuten Zeit für bewusste Bewegung, am besten im Freien. Es muss keine halbe Stunde am Stück sein, sondern kann auch 2×15 Minuten oder 3×10 Minuten sein.

Sport ist dabei gar nicht notwendig, ein Spaziergang reicht. Wenn du unter der Woche mit Arbeit und Haushalt wenig Zeit hast, versuch doch einfach dein Auto ein wenig weiter von der Arbeit zu parken, oder eine etwas weitere Bushaltestelle zu nehmen und den Rest zu Fuß zurückzulegen. Jeden Abend eine Runde um den Block zu spazieren, kostet auch nicht viel Zeit. Die Bewegung und die Frische Luft tun nicht nur deinem Körper gut, sondern auch deinem Kopf und helfen etwas abzuschalten.

Yoga, Pilates und Co sind auch eine gute Möglichkeit für zwischendurch, ein paar Minuten davon lassen sich Morgens und Abends leicht einplanen und du wirst schon in kürzester Zeit einen positiven Effekt fühlen.

Selbstfürsorge Yoga
schon 30 Minuten spazieren oder Yoga am Tag wirken sich positiv auf Körper und Geist aus

Tipp 3: Pflege deine sozialen Kontakte

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Nimm dir bewusst Zeit, dein Bedürfnis nach sozialer Interaktion zu stillen. Soziale Kontakte, Gespräche mit Freunden, gemeinsames Lachen usw. gehören auf jeden Fall zur Selbstfürsorge. Telefoniere regelmäßig mit Freunden, trefft euch in gleichmäßigen Abständen, verbring die Mittagspause mit Arbeitskollegen anstatt dich alleine in eine Ecke zu setzten.

Besuche Freunde, oder lade sie ein, macht gemeinsam Ausflüge oder auch einfach nur einen kleinen Spaziergang oder ein Kaffee mit einem Stück Kuchen in der Stadt.

Ein Ehrenamt kann auch hilfreich sein, dein Bedürfnis nach sozialer Interaktion zu stillen, im Altersheim mit jemanden Karten zu spielen, bei der Ausgabe der Tafel zu helfen, Besuchsdienste, die Liste der Möglichkeiten ist sehr lang. Frag am besten im Rathaus deiner Gemeinde nach.

Soziale Kontakte Pflegen Selbstfürsorge
Soziale Kontakte zu Pflegen zählt zur Selbstfürsorge

Tipp 4: Wellness Programm

Einmal am Tag ein kurzes Wellenessprogramm, ob morgens oder abends, duschen oder Baden ist ganz dir überlassen. Hauptsache du nimmst dir bewusst für dich Zeit, ohne daran zu denken, was du noch alles erledigen musst oder wie spät es gerade ist.

Zünde dir eine Kerze an, pflege deine Haut ausreichend und nimm dir dafür auch die nötige Zeit, nicht umsonst wird die Haut oft der Spiegel der Seele genannt, man erkannt am Zustand der Haut häufig wie es einem seelisch geht, das bekannteste Beispiel sind wohl Stresspickel und Fieberblasen.

Finde heraus welcher Hauttyp du bist und welche Pflege du brauchst, nimm dir diese Zeit täglich, und du wirst sehen das man dir diese wenigen Minuten am Tag auch ansehen wird.

Selbstfürsorge Hautpflege
Selbstfürsorge – Wellness für Haut und Seele

Tipp 5: Schlafe ausreichend

Das schlaf wichtig ist wissen wir alle, trotzdem achten wir so wenig darauf. Spät abends wird noch Wäsche gebügelt, im Internet gesurft, eine Serie geschaut oder noch etwas für Arbeit/Schule erledigt, und dies, obwohl unser Körper uns klar Signalisiert, dass er Müde ist und Schlaf braucht.

Achte auf gleichmäßige Schlafenszeiten, natürlich kannst du auch mal am Wochenende etwas länger schlafen, oder mal später schlafen gehen. Stark schwankende Schlafenszeiten stressen aber deinen Körper und wirken sich somit auch auf dein Befinden aus.

Schlafhygiene Regeln sollten beachtet werden:
– 3 Stunden vor dem Schlafen gehen keine großen Mahlzeiten, aber auch nicht hungrig zu Bett gehen
– Achte auf eine bequeme Schlafumgebung
– Smartphone, Laptop, Tablett und Co nicht mit ins Bett nehmen
– Vor dem Schlafen gehen Lüften.

guter Schlaf ist wichtig
Ausreichend Schlaf wirkt sich positiv auf unser Wohlbefinden aus

Selbstfürsorge stärkt auch das Selbstbewusstsein

Sich um sich selbst zu kümmern, seine Bedürfnisse ernst zu nehmen und seine Gefühle ernst zu nehmen tut nicht nur körperlich und psychisch gut, es stärkt sogar das Selbstbewusstsein.

Der Grund dafür ist ganz einfach, wer gut für sich selbst sorgt, hat das Gefühl sein Leben in den Griff zu haben, wenn man sich körperlich und seelisch gut fühlt, stärkt das ganz automatisch auch das Selbstbewusstsein.

Das ganze braucht nicht viel Zeit, es sind auch keine teuren Kurse notwendig, all unsere Tipps lassen sich gut in den Alltag integrieren, und sind auf jeden Fall einen Versuch wert.

Selbstfürsorge stärkt das Selbstbewusstsein
Selbstfürsorge stärkt unser Selbstbewusstsein

Nützliche Links

Yoga für Anfänger
https://www.fitforfun.de/sport/weitere-sportarten/yoga-fuer-einsteiger-hier-sind-sie-auf-der-sicheren-seite_aid_12330.html

Pilates für Anfänger
https://www.pilates.de/pilates-uebungen-training

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Telefonseelsorge – online und telefonisch 24/7 für euch da

Angebot der Telefonseelsorge

Die Telefonseelsorge bietet neben dem alt bekannten telefonischen Hilfe, die deutschlandweit kostenlos und rund um die Uhr unter 08001110111 erreichbar ist, auch ein umfassendes online Angebot an.
Nach kurzer und unkomplizierter Registrierung, bei der man nur eine E-Mail-Adresse und einen Benutzernamen benötigt, kann man zwischen der Mail und Chatberatung wählen.

Bei der Chatberatung gibt es auch die Möglichkeit, sich per E-Mail über kurzfristig frei gewordene Termine benachrichtigen zu lassen, so ist es mit etwas Glück auch möglich, schon am selben Tag einen Chat Termin zu erhalten. Die Mail Beratung ist jederzeit erreichbar, auch hier geben sich die Ehrenamtlichen Berater große Mühe, zeitnah zu antworten.

Die Telefonseelsorge bietet auch eine App an, diese ist kostenlos erhältlich und heißt “KrisenKompass” und ist auf jeden Fall einen Download wert, da sie nützliche Tipps und Ratschläge enthält.

Zusätzlich bietet die Telefonseelsorge auch an 25 Standorten in Deutschland eine Face-to-Face Beratung an, auch diese ist völlig anonym und kostenfrei, Anmeldungen sind zwar erwünscht, aber es ist auch möglich, zur offenen Sprechstunde vorbeizukommen.

Telefonseelsorge
Telefonseelsorge online Chatberatung

Interview mit der Telefonseelsorge Darmstadt E.V

Da immer wieder User zu uns kommen, die sich nicht trauen bei der Telefonseelsorge anzurufen und immer wieder Fragen und Gerüchte dazu auftauchen, haben wir um ein Gespräch mit der Telefonseelsorge Darmstadt E.V. geführt, um die häufigsten Fragen unserer User zu beantworten

Wie offen dürfen die Ratsuchenden über ihre Gedanken sprechen, ohne Angst haben zu müssen, Polizei und RTW vorbeigeschickt zu bekommen?

Die Telefonseelsorge arbeitet 100% anonym mit eigenen Telefonleitungen.
Weder die Daten der Beratenden, noch der Anrufer/innen erscheinen irgendwo, sie sind auch nicht von Polizei und RTW rückverfolgbar .Es besteht dadurch ein 100%iger Schutz aller Beteiligten und nur wenn uns explizit Namen & Adressen genannt werden mit der Aufforderung einen RTW oder die Polizei zu schicken, können wir dies umsetzen.


Bei Suizidversuchen kam dies schon vor, häuslicher Gewalt, etc. Wer reden möchte, ist bei der TS richtig, wir KÖNNEN nicht aktiv werden. Manches Mal ist dies für die Ehrenamtlichen schwer auszuhalten, wenn uns von Missbrauch erzählt wird, häuslicher Gewalt, oder Suizid, denn uns sind die Hände gebunden.

Die Anonymität hat den Vorteil, dass man bei der TS ALLE Themen ansprechen kann und darf, wobei es auch eine individuelle Schmerzgrenze der Ehrenamtlichen gibt. Deshalb ist ein ganz wichtiger Faktor, dass wir authentisch bleiben, denn nur mit absoluter Ehrlichkeit können wir ein offenes Ohr haben und die AnruferInnen emotional abholen und im Idealfall auffangen.

Dürfen Minderjährige auch anrufen, ohne Angst haben zu müssen, das Eltern/Erziehungsberechtigte informiert werden?

ALLE dürfen anrufen. Es gibt spezielle Nummern für Kinder und Jugendliche (Nummer gegen Kummer) bei denen speziell ausgebildete Berater arbeiten, die wahrscheinlich besser vorbereitet sind, aber in der Regel sind die zum Beispiel in der Nacht nicht erreichbar. Über Bandansagen wird dann die Telefonnummer der TS weitergegeben.

Auch hier: Wir haben keinerlei Daten der Anrufer/innen, es ist uns technisch nicht möglich die Eltern/Erziehungsberechtigten zu informieren und wir werden das auch nicht machen. Wir wollen gemeinsam MIT EUCH über die Probleme reden, vielleicht finden wir ja ein EINE GEMEINSAME Lösung.

Oder ihr braucht einfach jemanden zum Zuhören. Immer mehr jüngere Menschen arbeiten in der Telefonseelsorge als Berater, viele haben eigene Kinder, einige sind auch schon älter, ihr habt immer unterschiedliche Ansatzpunkte und könnt selbst entscheiden, ob es „passt“, oder eben nicht.


Wie offen dürfen die Ratsuchenden über ihre Gedanken sprechen ohne Angst haben zu müssen Polizei und RTW vorbeigeschickt zu bekommen?

Die Telefonseelsorge arbeitet 100% anonym mit eigenen Telefonleitungen.
Weder die Daten der Beratenden, noch der Anrufer/innen erscheinen irgendwo, sie sind auch nicht von Polizei und RTW rückverfolgbar .Es besteht dadurch ein 100%iger Schutz aller Beteiligten und nur wenn uns explizit Namen & Adressen genannt werden mit der Aufforderung einen RTW oder die Polizei zu schicken, können wir dies umsetzen.


Bei Suizidversuchen kam dies schon vor, häuslicher Gewalt, etc. Wer reden möchte, ist bei der TS richtig, wir KÖNNEN nicht aktiv werden. Manches Mal ist dies für die Ehrenamtlichen schwer auszuhalten, wenn uns von Missbrauch erzählt wird, häuslicher Gewalt, oder Suizid, denn uns sind die Hände gebunden.

Die Anonymität hat den Vorteil, dass man bei der TS ALLE Themen ansprechen kann und darf, wobei es auch eine individuelle Schmerzgrenze der Ehrenamtlichen gibt. Deshalb ist ein ganz wichtiger Faktor, dass wir authentisch bleiben, denn nur mit absoluter Ehrlichkeit können wir ein offenes Ohr haben und die Anrufer/innen emotional abholen und im Idealfall auffangen.

Dürfen Minderjährige auch anrufen, ohne Angst haben zu müssen das Eltern/Erziehungsberechtigte informiert werden?

ALLE dürfen anrufen. Es gibt spezielle Nummern für Kinder und Jugendliche (Nummer gegen Kummer) bei denen speziell ausgebildete Berater arbeiten, die wahrscheinlich besser vorbereitet sind, aber in der Regel sind die zum Beispiel in der Nacht nicht erreichbar. Über Bandansagen wird dann die Telefonnummer der TS weitergegeben.

Auch hier: Wir haben keinerlei Daten der Anrufer/innen, es ist uns technisch nicht möglich die Eltern/Erziehungsberechtigten zu informieren und wir werden das auch nicht machen. Wir wollen gemeinsam MIT EUCH über die Probleme reden, vielleicht finden wir ja ein EINE GEMEINSAME Lösung.

Oder ihr braucht einfach jemanden zum Zuhören. Immer mehr jüngere Menschen arbeiten in der Telefonseelsorge als Berater, viele haben eigene Kinder, einige sind auch schon älter, ihr habt immer unterschiedliche Ansatzpunkte und könnt selbst entscheiden, ob es „passt“, oder eben nicht.


Man ruft an, und landet in der Warteschleife, weil gerade alles belegt ist, sollte man dann bleiben und warten oder auflegen und in ein paar Minuten noch einmal versuchen?

Manches Mal ist das leider so, vor allem in Stoßzeiten, oder wenn es Dienstablösungen gibt. In dem Bereich in dem ich arbeite sind in der Regel immer 4 Leitungen mit BeraterInnen besetzt, die Anrufe werden an die freien BeraterInnen weitergeleitet, wenn aber gleichzeitig mehr Menschen anrufen, muss man leider versuchen zu einem späteren Anruf erneut anzurufen. Man kann warten, oder es in ein paar Minuten noch einmal versuchen, beides ist möglich. Das kommt immer darauf an, was für Gespräche aktuell geführt werden, wir nehmen uns schon Zeit für alle Anliegen, da kann ein Gespräch auch schon einmal über eine halbe Stunde gehen.

Wenn ihr selbst ins Gespräch kommt, dann könnt ihr euch auch sicher sein, dass wir uns die Zeit nehmen und das Gespräch nicht nach 5 Minuten abwürgen, weil wir sehen, dass andere Menschen anrufen. Die Telefonabdeckung (ausschließlich mit Ehrenamtlichen) besteht seit vielen Jahrzehnten rund um die Uhr, 24/7, an jedem Tag im Jahr – keine Ausnahmen. Insgesamt sind in Deutschland fast 8000 Ehrenamtliche in der Telefonseelsorge tätig.

Vielleicht noch ein Hinweis: Bei der TS gibt es eine „Anruf-Bindung“ – wenn ihr ein Gespräch hattet und euch brennt anschließend noch etwas Wichtiges auf der Seele, werdet ihr wenn ihr innerhalb einer Stunde anruft, wieder zum selben TSler verbunden, wenn dieser frei ist. Diese Sicherheit hilft oft, da man vielleicht gemeinsam eine Idee entwickelt hat, dann auflegt und anschließend fällt euch nochmal was ein – dann könnt ihr einfach nochmal anrufen.

was tun bei langer warteschleife
Manchmal landet man in der Warteschleife

Haben die Berater eine psychologische Ausbildung oder etwas Ähnliches?

Wir sind in der Regel keine Psychologen, sondern haben die unterschiedlichsten beruflichen Hintergründe. Aber um dieses Ehrenamt ausüben zu dürfen müssen alle eine Ausbildung machen, die in der Regel ein Jahr dauert. Details dazu findet ihr auf der offiziellen Webseite der Telefonseelsorge.

Dieser dauert in der Regel ein Jahr (150 Stunden), wir machen Hospitationen gemeinsam mit lang gedienten BeraterInnen und sind nach Abschluss der Ausbildung regelmäßig in Supervisionen und machen Fortbildungen. Der Lehrgang umfasst alle zentralen Themen der Anrufer: Suizid, Ängste, Einsamkeit, Depressionen, Borderline, körperliches Befinden, etc.


Das Wort Seelsorge wird stark mit der katholischen bzw. Evangelischen Kirche assoziiert. Kann man auch ohne Glaubensbekenntnis oder mit anderer Religionszugehörigkeit bei euch anrufen?

Die beiden großen Kirchen sind die Träger der Telefonseelsorge, die bezahlen also Räumlichkeiten, Technik, Versorgung, alles was so anfällt. Hinzu kommen noch Spenden, UnterstützerInnen natürlich. Die Deutsche Telekom übernimmt alle Gebühren für Gespräche über die beiden 0800-Telefonnummern sowie die Nummer 116123 und ermöglicht die Zuordnung der Anrufe in die „Heimatstelle“.

Die TelefonSeelsorge® ist Mitglied im Internationalen Verband für TelefonSeelsorge® IFOTES mit Sitz in Genf (www.ifotes.org). IFOTES hat Mitglieder aus 28 Ländern. Inhalte der internationalen Zusammenarbeit sind in der IFOTES-Charta vereinbart.

Die Ehrenamtlichen sind so unterschiedlich wie die Anrufenden, einige sind gläubig, einige gehören einer der beiden Kirchen an, andere wiederum gehören anderen Kirchen an, oder sind weniger religiös oder gläubig.

ALLE Menschen können bei der TS anrufen, niemand wird ausgegrenzt, kein Glaubensbekenntnis abgefragt, keine Religionszugehörigkeit abgelehnt. Denn es rufen MENSCHEN an, die Redebedarf haben und denen wollen wir ein offenes Ohr schenken und wenn es möglich ist, helfen.


Vielen Dank an die TELEFONSEELSORGE DARMSTADT E.V. für die Zeit und Mühe unsere Fragen zu beantworten und noch ein Dankeschön an all die Ehrenamtlichen für ihre großartige und wichtige Arbeit!

Danke für euren Einsatz
Danke an die Telefonseelsorge für ihren Einsatz

Links

Telefonseelsorge
https://www.telefonseelsorge.de

Infos zum KrisenKompass
https://www.telefonseelsorge.de/krisenkompass/

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https://kummerkasten-chat.demultiple-sklerose/

Die Multiple Sklerose (kurz MS)
Die Multiple Sklerose (kurz MS)

Glücksspielsucht – Wenn aus Spiel trauriger ernst wird – 24 Stunden online Hilfe

Was ist eine Glücksspielsucht?

Unter Spielsucht versteht man den Zwanghaften drang an Geldspielautomaten, in Casinos oder bei Wetten Glücksspiele zu spielen. Schnell wird aus Spiel bitterer ernst, denn die Folgen der Spielsucht sind für Betroffene und deren Umfeld oftmals dramatisch.

Spielsucht ist eine Krankheit, und sollte auch als so eine gesehen werden. Meist kommen Betroffene nur mit Professioneller Hilfe aus der Sucht heraus. Diese Hilfe anzunehmen ist aber aufgrund von Schamgefühlen und mangelnder Aufklärung oft schwierig und stellt eine große Überwindung dar.

In unserem Chat kannst du über deine Gefühle reden, ohne Verurteilt zu werden und dich über mögliche Hilfsangebote Informieren. Denn oft wissen andere Betroffene gut über Anlaufstellen für an Spielsucht erkrankter bestens Bescheid, und können einen nebenbei auch noch verstehen.

Etwa 2,3% der Bevölkerung haben eine Störung durch das Glücksspielen nach den Kriterien des DSM-5. Quelle: Deutsche Suchthilfestatistik 2020.

Spielsucht
Glücksspielsucht – meistens kommt man ohne Professionelle Hilfe nicht mehr raus

Spielsucht – wie gefährlich sind online Casinos und Co?

Mittlerweile darf man auch in Deutschland Legal in sogenannten online Casinos spielen. Doch was bedeutet das für bereits Spielsüchte oder potentiell gefährdete Personen? An erster stelle ein leichterer und bequemerer zugriff. Gerade für Leute die auf dem Land Wohnen haben es so leichter am Glücksspiel teilzunehmen. Auch die Hemmschwelle sinkt da man keine Angst haben muss von Familie, Freunden und bekannten gesehen zu werden.

Erkrankte können ihre Spielsucht so viel leichter und länger Geheimhalten, und es ist auch viel schwerer der sucht zu widerstehen. Schließlich hat man sein Handy immer bei sich, bekommt vielleicht sogar noch Benachrichtigungen um erinnert zu werden das dort irgendwo das große Geld wartet. So ist es also möglich während dem Arbeiten, oder abends wenn man schon im Bett liegt noch mal sein Glück zu versuchen, ohne das Haus verlassen zu müssen und ohne das es jemand mitbekommt.

Online Casinos Werben oft mit blinkenden Bannern, gut gekleideten Männern und Frauen, und vor allem vielen Gewinnchancen. Das macht natürlich neugierig und verleitet dazu einfach mal kurz zu testen. Ist ja alles online und leicht zugänglich. Gerade Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl und/oder Familiären Problemen neigen dann dazu immer wieder das Glücksspiel zu versuchen, immerhin gibt es einem ein Gutes Gefühl wenn die schön blinkenden Bilder einem sagen das man gewonnen hat, denn diese reize stimulieren unser Belohnungssystem.

Beratungsstellen für Betroffene

Landesfachstelle Glücksspielsucht der Suchtkooperation NRW bietet ein kostenloses Beratungsangebot, vom kostenlosen Hilfetelefon, Chatberatung, Mailberatung, Videoberatung bis hin zur Mediation (Unterstützung bei Konflikten mit Paaren) ist alles Vertreten. Um euch dieses Angebot etwas näher vorzustellen haben wir den Verantwortlichen ein paar Fragen gestellt die es Betroffenen erleichtern soll sich Beraten zu lassen.

Gibt es einen Zeitpunkt an dem ihr sagen würdet es ist zu spät sich Hilfe zu holen?

Nein, es ist niemals zu spät, sich Hilfe zu suchen. Eine Beratung kann in jeder Phase der
Suchterkrankung sinnvoll sein; egal ob man selbst oder ein Angehöriger/eine Angehörige betroffen ist. Unser
Beratungsangebot kann in Anspruch genommen werden, um Informationen über die
Glücksspielsucht oder zu Behandlungsmöglichkeiten einzuholen, aber auch in einer akuten
Krisensituation sind wir für Ratsuchende da. Unsere Berater*innen geben Tipps und hilfreiche
Maßnahmen im Umgang mit einer Glücksspielsucht. Betroffene und Angehörige können sich bei uns
melden, egal wie groß das Problem ist oder wie lange es schon besteht. Es gibt immer einen Weg,
bestehende Probleme anzugehen.


Gibt es etwas auf das Ratsuchende achten müssen, etwa wenn es um
Beschaffungskriminalität, illegales Glücksspiel usw. geht, um nicht nach einem
Beratungsgespräch mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen zu müssen?


Unser Beratungsangebot ist anonym. Das heißt, niemand muss am Hilfetelefon oder in der
Onlineberatung persönliche Angaben machen. Das Besprochene wird vertraulich behandelt und
unsere Berater*innen unterliegen der Schweigepflicht. Das heißt, wir dürfen den Inhalt des
Beratungsgespräches nicht an Dritte weitergeben. Das bedeutet auch: Informationen zu illegalen
Taten geben wir nicht weiter. Unser Fokus liegt auf den persönlichen Anliegen der ratsuchenden
Person und darauf, gemeinsam Lösungen für diese zu finden.


Sind die Zahlen der zu Beratenden in den letzten 2 Jahren gestiegen? Oder
hatte Corona/social Distance keine Auswirkungen?


Die Pandemie hat auch die Inanspruchnahme von Hilfeangeboten beeinflusst. Während des
Lockdowns waren Spielhallen, Wettbüros und andere terrestrische Glücksspielangebote geschlossen.
Dies führte dazu, dass Glücksspielende terrestrische Angebote für mehrere Monate nicht in Anspruch
nehmen konnten. Zu dieser Zeit haben sich auch weniger Personen bei uns gemeldet. Mit der
Wiedereröffnung stieg auch die Zahl der Anrufenden wieder an.
Einige sind auf das Online-Glücksspielangebot ausgewichen und konnten während der Schließungen
trotzdem Glücksspiele spielen.


Beratet ihr im Durchschnitt die Leute einmalig oder ist es doch so, dass ihr bis
zum Beginn der Therapie oder eventuell sogar noch darüber hinaus begleitet?


Im Rahmen unserer Mailberatung beraten wir in der Regel über einen längeren Zeitraum. Das
Beratungsangebot ist zeitunabhängig – die Beratung kann so lange in Anspruch genommen werden,
wie die ratsuchende Person es wünscht. Ratsuchende können sich auch nach einem längeren
Zeitraum wieder melden.

Bei dem Hilfetelefon Glücksspielsucht (0800 077 66 11) geht es häufig um einmalige Fragen.
Ratsuchende können aber auch mehrmals das Hilfetelefon anrufen. Auch dieses Beratungsangebot
ist zeitlich unbeschränkt, in der Regel aber nicht länger als 45 Minuten pro Telefonat.

Der Umgang mit einer Glücksspielsucht begleitet Betroffene und deren Angehörige meistens das
ganze Leben und ist eine langfristige Herausforderung. Ratsuchende können sich daher in jeder
Phase des Bewältigungsprozesses bei uns melden.


Was würdet ihr einem Betroffenen sagen der überlegt sich Hilfe zu holen aber
sich noch nicht überwinden konnte, bei euch anzurufen?


Vielen Betroffenen und Angehörigen fällt es oft schwer, die richtigen Worte zu finden. Viele
brauchen eine gewisse Zeit, bis sie sich dazu entscheiden Unterstützung zu suchen. Anonyme
Hilfeangebote – wie unsere – sind häufig ein Türöffner. Hier kann man sich erstmal ohne erkannt zu
werden entlasten oder brennende Fragen loswerden.
Wir holen jede*n dort ab, wo er/sie steht. Wir hören zu, ohne zu werten und informieren, ohne zu
drängen. Wir hören oft, dass der erste Anruf oder die erste Mail Überwindung kostet, aber die
Erleichterung, die Probleme angesprochen zu haben und dann auch Verständnis entgegengebracht
zu bekommen am Ende größer ist.

Wir verstehen natürlich, dass es viele Überwindung kostet, sich Hilfe zu holen. Es ist vollkommen
verständlich, wenn jemand bei dieser Entscheidung zunächst verunsichert ist. Häufig spielt auch
Scham eine große Rolle bei der Suche nach Hilfe. Diesen ersten Schritt zu gehen und über sein
Problem zu sprechen, benötigt ein wenig Mut. Auch die Unsicherheit darüber, was man bei der
Onlineberatung oder beim Hilfetelefon zu erwarten hat, ist verständlich. Es ist deshalb völlig okay,
wenn man erstmal vorsichtig anfragt. Manchmal reicht auch ein „Hallo“. Es muss keiner etwas
erzählen oder schreiben, was er oder sie nicht möchte.

Wir machen die Erfahrung, dass es vielen Betroffenen hilft, mit einer Suchtberaterin, einem
Suchtberater oder auch einer nahestehenden Vertrauensperson über die eigene
Glücksspielproblematik zu sprechen. Ein Gespräch kann sehr entlasten und zudem viele Fragen und
Unsicherheiten ausräumen. Häufig bietet ein aufklärendes Gespräch einen ersten Schritt Richtung
Veränderung und unterstützt die Hilfesuchenden den Weg weiterzugehen.

Auch Angehörigen kann es sehr helfen, über die Glücksspielsucht von Partner*in, Eltern, Kindern
oder anderen Angehörigen zu sprechen und sich Tipps zu holen, wie sie mit der Glücksspielsucht des
Betroffenen umgehen können.

Auch Angehörigen kann es sehr helfen, über die Glücksspielsucht von Partner*in, Eltern, Kindern
oder anderen Angehörigen zu sprechen und sich Tipps zu holen, wie sie mit der Glücksspielsucht des
Betroffenen umgehen können.


Ihr seid ja Montag bis Freitag von 10-16 Uhr per Telefon erreichbar, wie lange
muss man im Schnitt auf eine freie Leitung warten und empfiehlt sich dann auf
die Onlineberatung umzusteigen?


In der Regel ist keine Wartezeit notwendig und Ratsuchende können direkt mit einer Beraterin
sprechen. Sollte doch einmal besetzt sein, kann zu einem späteren Zeitpunkt angerufen werden. Ein
Anruf beim Hilfetelefon bietet den Vorteil, in Echtzeit beraten zu werden und empfiehlt sich
besonders bei akuten Anliegen. Eine Onlineberatung eignet sich für eine Beratung über
einen längeren Zeitraum. Hier können wir Personen auch durch bestimmte Prozesse hinweg
begleiten.

Unter der 0800 326 47 62 bieten wir auch ein türkischsprachiges Hilfetelefon an, das montags von 18
bis 20 Uhr sowie mittwochs von 20 bis 22 Uhr erreichbar ist. Auch eine schriftliche Onlineberatung ist
in türkischer Sprache möglich.


Wie kann man als Suchtkranker Werbung für online Poker usw umgehen?
Habt ihr dafür Tipps?


Online-Glücksspiele im Allgemeinen stellen eine besondere Herausforderung dar. Diese kann man
von allen internetfähigen Geräten aus spielen – und zwar von überall aus und zu jeder Zeit. Das
macht es für Glücksspielsüchtige besonders schwer, von diesen fernzubleiben. Auch Werbung für
Online-Glücksspiele locken betroffene Personen beispielsweise mit Freispielen. Es gibt verschiedene
Maßnahmen, die man einsetzen kann. Was jemandem hilft, ist dabei sehr individuell.


Tipp 1: Es gibt die Möglichkeit, Online-Glücksspiele mit Hilfe einer App sperren zu lassen.
Glücksspielseiten sind dann nicht mehr aufrufbar und auch Glücksspielwerbung kann durch die App
technisch blockiert werden. Sie bieten somit eine Unterstützung, nicht mehr so leicht an die Online-
Angebote heranzukommen. Beispiele sind die Apps „BetBlocker“ oder „GamBan“.

Tipp 2: Gegen Werbeanzeigen im E-Mail-Postfach lohnt es sich auch, sich eine neue Emailadresse
zuzulegen, wenn man zuvor schon bei einem Online-Glücksspielangebot angemeldet war. Somit ist
die neue Emailadresse nicht mehr beim Anbieter hinterlegt und Werbung wird somit vermieden.

Tipp 3: Ebenfalls kann es helfen, mit einer Vertrauensperson über das eigene Glücksspielproblem zu
sprechen. Diese können den/die Betroffene/n dann unterstützen und ein Bewusstsein für das
Problem entwickeln. Sind Vertrauenspersonen aufgeklärt und sensibilisiert, können diese sich auch
achtsam in Bezug auf z.B. Glückspielwerbung verhalten.

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online Casino – immer und überall erreichbar

Allgemeine Informationen zur Glücksspielsucht

Die Glücksspielsucht ist seit dem Jahr 2001 eine anerkannte Erkrankung in Deutschland. Der
Fachbegriff dafür lautet „pathologisches Glücksspielen“. Es gibt verschiedene Kennzeichen für die
Suchterkrankung, wie zum Beispiel:

– Man kann die Häufigkeit und Dauer des Glücksspielens nicht kontrollieren
– Man gibt immer mehr Geld für das Glücksspielen aus, zudem auch mehr als man sich
leisten kann
– Man hat Schwierigkeiten dabei, das Glücksspielen zu reduzieren oder ganz damit
aufzuhören
– Man lügt das soziale Umfeld an, um das Ausmaß des Glücksspielens zu verheimlichen
– Man spielt, um negative Gefühle zu verdrängen

Das pathologische Glücksspielen kann verheerende Folgen haben. Häufig haben Betroffene hohe
Schulden und das Gehalt wird oft schon am Monatsanfang verspielt. Dinge wie die Miete, Strom etc.
können häufig nicht bezahlt werden. Deshalb leihen sich Betroffene auch häufig Geld bei
Angehörigen. Sie vernachlässigen Freundschaften und Beziehungen – auch das Berufsleben wird in
vielen Fällen beeinträchtigt. Sie schämen sich aber auch für ihr Glücksspielproblem und versuchen
dieses mit Lügen ihrem sozialen Umfeld zu verheimlichen. Dadurch gehen Beziehungen oft kaputt.
Trotz Schuldgefühlen können sie nicht aufhören, zu spielen. Aufgrund der finanziellen Sorgen kommt
es manchmal auch zur Beschaffungskriminalität.

Da die Glücksspielsucht in Deutschland eine anerkannte Krankheit ist, gibt es ein Hilfesystem für
Betroffene und Angehörige. Einige Beratungsstellen sind auf das Thema Glücksspielsucht
spezialisiert. Passende Adressen von Beratungsstellen, Fachkliniken und Selbsthilfegruppen kann
man hier finden: https://www.gluecksspielsucht.de/adr/index.php

Auch eine bundesweite und spielformübergreifende Sperre für Glücksspiele ist seit Juli 2021 mit dem
neuen Glücksspielstaatsvertrag möglich. Somit wird man von allen legalen Glücksspielangeboten
ausgeschlossen. Informationen zum Sperrsystem OASIS sowie zur Beantragung sind hier aufgeführt: https://www.gluecksspielsucht-nrw.de/gluecksspiel-sperre/

Symptome der Glücksspielsucht

Experten unterteilen die Glücksspielsucht in 3 Stadien, die von Unterschiedlichen Symptomen begleitet sind

Das Positive Anfangsstadium
Zu diesem Zeitpunkt spielen Betroffene nur gelegentlich. Der Nervenkitzel und die Freude über mögliche Gewinne lassen einen kurzzeitig die Alltäglichen Probleme vergessen und helfen beim Abschalten. In diesem Stadium gehen erkrankte noch ihren Pflichten, Sozialen Kontakten usw nach.

Das Gewöhnungsstadium
Hier beginnt der Betroffene langsam die Kontrolle zu verlieren wie viel er spielt, wie viel er einsetzt und auch verliert.
Es wird zur Ablenkung vom Leben, Problemen und Krisen verwendet. Zu diesem Zeitpunkt entwickeln sich oft Symptome wie:
– Glaube an Glücksbringer und Rituale die zum Gewinn helfen
– Glaube daran das man mit seinen Gedanken das Spiel steuern könne
– Angespanntheit und Reizbarkeit vor, während und nach dem Spiel
– Heimlichkeit und Lügen in Bezug auf das Glücksspiel

Das Suchtstadium
Im letzten Stadium hat der erkrankte die Kontrolle bereits verloren. Es gibt keine Rationalen Grenzen mehr für Einsatz und Spieldauer. Viele Betroffene haben zu diesem Zeitpunkt bereits ihre Arbeit, Familie und Soziale Kontakte verloren und sind hochverschuldet, daher glauben sie auch das einzige Ausweg aus den Schulden seien die möglichen Gewinne.
In diesem Stadium kommt es zu zusätzlichen Symptomen wie zum Beispiel:
– Stress und Angstzustände
– Zittrige Hände
– Starkes Schwitzen

online Casino
online Casino

Folgen der Spielsucht

Eine Spielsucht sollte nicht Bagatellisiert werden, sie ist eine ernstzunehmende Erkrankung mit etlichen Folgen führen können:

Zu den Psychischen Folgeschäden der Spielsucht zählen:
– steigender Konsum von Tabak, Alkohol und Medikamenten
– Schlafstörungen
– Konzentration und Leistungsstörung
– depressive Verstimmungen
– Angststörungen
– Suizidalität

Zu den Körperlichen Folgeschäden zählen:
– Appetitlosigkeit
– Magen Darm Beschwerden
– Schweißausbrüche
– Zittern
– motorische Unruhe

Und zu den Sozialen und Finanziellen folgen:
– soziale Isolation
– Verlust des Arbeitsplatzes
– hohe Verschuldung
– Beschaffungskriminalität

Folgen der Spielsucht
Soziale Isolation und depressive Verstimmungen als mögliche Folgen der Spielsucht

Hilfe für Betroffene

Wenn du Betroffen bist solltest du dir auf jeden Fall Professionelle Hilfe holen, dafür ist es auf keinen Fall zu spät ganz egal in welchem Stadium du dich befindest oder wie weit du Verschuldet bist.

In unserem Kummerkasten Chat kannst du dich mit anderen Betroffenen austauschen. Wenn du wenig oder gar keine Sozialen Kontakte mehr hast, kann der Chat auch sehr hilfreich sein um langsam wieder in Kontakt mit anderen zu treten und sich auch mal wieder gehört, verstanden und wahrgenommen zu fühlen

Beratungsstellen für Menschen mit einem pathologischen Glücksspielverhalten:

https://www.gluecksspielsucht-nrw.de

https://www.spielsucht-therapie.de/beratungsstellen/

https://www.spielsucht-beratung.ch

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https://kummerkasten-chat.de/angststoerung/

Multiple Sklerose und Depressionen
Ein Betroffener erzählt seine Geschichte

Was ist Multiple Sklerose?

Die Krankheit der 1000 Gesichter – oftmals bezeichnet man die Multiple Sklerose (MS) als eben solche.
Der Grund dafür ist, dass sie tatsächlich in verschiedenen Formen auftreten kann. Allgemein man kann
sagen, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, welche das zentrale Nervensystem, also
Gehirn und Rückenmark, betrifft. Die Krankheitssymptome entstehen zum einen durch Schädigung der
Isolierschicht der Nerven aber auch durch den Abbau von Nervenfasern und Nervenzellen.

Symptome
Am Anfang der Erkrankung kommen häufig Störungen der Motorik auf. Das umfasst Lähmungen und
Sehstörungen (Entzündung der Sehnerven). Darüber hinaus gibt es Sensibilitätsstörungen in Form von
Kribbeln in den Extremitäten, Missempfindungen oder einem Taubheitsgefühl. Auch Blasenstörungen
und unklare Aussprache können als Symptome auftreten. Zusätzlich spielen auch die unsichtbaren
Symptome eine gewichtige Rolle. Hierunter zählt u.a. die sogenannte Fatique, bei der die Betroffenen
sehr schnell erschöpft sind. Es kommt zu Einschränkungen bei Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit und
Konzentration, depressive Verstimmungen und Depressionen, Schmerzen, Schwindel sowie sexuelle
Funktionsstörungen.

Verlaufsformen
Der Verlauf der Krankheit ist sehr unterschiedlich. Dennoch kann man die Verlaufsform in drei Gruppen
einteilen. Zu Beginn der Krankheit überwiegt der schubförmige Verlauf mit 80-90%. Die Symptome
treten schubförmig auf und bilden sicher innerhalb weniger Tage bis Wochen ganz oder teilweise
zurück. Nach etwa 10 Jahren geht der Verlauf bei ca. 40% der Betroffenen in eine sekundär
progrediente Phase über. Die Schübe bilden sich nicht mehr zurück und es kommt zu einer stetigen
Verschlechterung. Etwa 10% der Patienten haben von Beginn an einen primär progredienten Verlauf,
d.h. von Beginn an eine langsame Verschlechterung ohne klare Schübe.

Die Multiple Sklerose (kurz MS)
Die Multiple Sklerose (kurz MS)

Ein erster Verdacht

Alles begann vor 10 Jahren. Ich war gerade fertig mit studieren, habe mit meiner damaligen Frau
unsere erste gemeinsame Wohnung bezogen und meinen ersten festen Job ergattert. Im Dezember
fing es dann auf einmal an. Ich bemerkte plötzlich, dass ich Doppelbilder sah. Zuerst dachte ich, das
wäre nur temporär, aber je länger ich wartete, desto schlimmer wurde es. Meine Hausärztin wies mich
direkt ins Krankenhaus ein. Natürlich war ich da schon etwas vorgespannt und hatte im Internet nach
möglichen Diagnosen gesucht. Hoffentlich bloß eine Sehnerventzündung. Aber nach etlichen Tests kam der Oberarzt zu mir und erklärte mir, dass ich Multiple Sklerose habe. Geschockt von der Diagnose brauchte es ein paar Tage, bis ich das verarbeiten konnte. Es war für mich ziemlich schwer, meine Eltern über die Diagnose aufzuklären und ich hörte, wie geschockt sie waren und dass sie sich Sorgen machten.

Die ersten Jahre

Nachdem ich mich die ersten Wochen auf die Diagnose und die Behandlung eingestellt hatte –
tägliches Spritzen gehörte jetzt zu meiner Morgenroutine – verlief die Krankheit erstmal ziemlich
positiv. Keine weiteren Schübe, keine Cortison-Behandlung notwendig. 2013 erhielt mein Vater dann
die Diagnose Krebs. Das war für mich natürlich ein Schock. Da wir auch ca. 450km auseinander
wohnten, war es für mich schwer für ihn da zu sein. Im selben Jahr kündigte sich unser erster Sohn an.
Für mich war das eine Zeit von ambivalenten Gefühlen. Zum einen die Sorge um meinen Vater, aber
auch die Freude auf das neue Leben.

2014 bezogen wir unser Einfamilienhaus. Soweit mein Job und die Umstände es zuließen, machte ich
viel selber, um meiner kleinen Familie ein möglichst schönes Heim zu ermöglichen. Leider wurde der
Krebs bei meinem Vater immer stärker und er immer schwächer. Einen Monat vor der Geburt meines
Sohnes verstarb mein Vater. Von dem 100kg-Mann waren am Ende nur noch 55kg übrig, so sehr hatte
der Krebs an ihm gezehrt. In diesem Sommer waren Freud und Leid für mich noch nie so dicht
beieinander. Auf der Beerdigung wollte ich stark sein für meine Mutter, für meine Schwester. Ich habe
es nicht geschafft, anständig um meinen eigenen Vater zu trauern.

Ein Jahr später bemerkte ich immer wieder bei mir Angstzustände. Ich schlief schlecht, wachte mitten
in der Nacht auf und grübelte so vor mich hin. Die Gedanken zogen ihre Kreise. Wie wird sich die MS
entwickeln? Habe ich einen günstigen Verlauf oder sitze ich doch irgendwann im Rollstuhl? Werde ich
meine Kinder aufwachsen sehen? Verpasse ich etwas? Fragen über Fragen und immer größer
werdende Ängste. So beschloss ich mir Hilfe zu holen. Nach monatelangem Warten auf einen
Therapieplatz konnte ich zu einer kompetenten Psychotherapeutin gehen. Sie hat mir die progressive
Muskelentspannung beigebracht, die ich von da an in meinen Alltag integriert habe. Auch meine
Ängste konnten wir ihm Rahmen einer Verhaltenstherapie lösen. Die Therapie dauerte insgesamt
knapp 2 Jahre und hat mir sehr geholfen.

Multiple Sklerose und Depressionen
Multiple Sklerose

Auf einmal war alles anders

Zwischenzeitlich kam unser zweiter Sohn auf die Welt und wir planten ab März 2020 eine Weltreise
zusammen. Aber wie so häufig im Leben, erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Zwei
Wochen vor unserem Abflug trennte sich meine Ex-Frau von mir telefonisch als ich auf Dienstreise in
Finnland war. Für mich kam die Trennung aus dem nichts. Ich versuchte unsere Ehe zu retten, aber es
half nichts. Meine Ex-Frau zog aus und wir betreuten unsere Kinder gemeinsam im wöchentlichen
Wechsel.

Die nächsten Wochen und Monate stellte sich raus, dass sie die Kinder für sich haben wollte. Sie
versuchte es mit Anwaltsschreiben und Familiengericht. Ich wurde verleumdet und musste mir
irgendwann eingestehen, dass ich mit meinen Kräften am Ende bin. Die Art und Weise, wie mit mir als
Vater umgegangen wurde und die ständige Angst, dass meine Ex-Frau mit den Kindern zu ihrem neuen
Partner in eine 400km entfernte Stadt ziehen will, stürzten mich in eine schwere depressive Phase. Ich
merkte, wie sich meine MS verschlimmerte und sich die beiden Krankheiten gegenseitig beeinflussten.

Wenn meine Kinder nicht bei mir waren, war ich antriebslos, müde, erschöpft und hatte so gut wie
keine Lust auf irgendeine Tätigkeit. Es fühlte sich alles dunkel und dumpf an. In der Zeit wo meine
Kinder bei mir waren, gaben sie mir Rückhalt und einen strukturierten Tagesablauf. In diesen Zeiten
begann ich mich zu informieren, was löst Depressionen aus und was kann man dagegen machen.

Kommt Zeit, kommt Rat

In den nächsten Wochen erarbeitete ich ein Konzept, um mir bei den depressiven Phasen selbst helfen
zu können. Ich entwickelte ein Glückstagebuch, um achtsamer mit mir selbst umzugehen und mir die
Dinge vor Augen zu führen, die ich im bereits Leben habe und dafür Dankbarkeit zu empfinden. Täglich
setzte ich mir kleine Ziele wie etwa Spazierengehen, den Haushalt machen oder mich mit Freunden
treffen. Ein wichtiger Teil war für mich die Selbstreflektion. Welche negativen Glaubenssätze habe ich
verinnerlicht und wie kann ich diese ändern? Dieses Schema half mir, mich aus der Depression zu
befreien. Ich absolvierte eine Ausbildung zum psychologischen Berater und bot fortan anderen
Betroffenen meine Unterstützung an.

Auch wenn es 2020 für mich sehr düster aussah, so hat sich in den letzten Jahren auch vieles zum
positiven entwickelt. Ich lebe mit meiner neuen Partnerin, unserem kleinen Sohn und unserer
Labradorhündin zusammen. Für meine beiden großen Kinder kämpfe ich weiter auf ihr Recht ihren
Papa zu sehen.
Als psychologischer Berater helfe ich Betroffenen schnell und unkompliziert. Im Gegensatz zur
klassischen Psychotherapie, wo die Wartezeit auf einen Therapieplatz 3-9 Monate beträgt, kann ich
sofort helfen, wenn es nötig ist.

Infos zu dem Thema

https://linktr.ee/fightdepression

https://www.dmsg.de

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