Samstag, 01 Juli 2017 18:09

Tipps um Liebeskummer zu überwinden! Featured

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So gut wie jeder Mensch hatte im Laufe seines Lebens mindestens einmal Liebeskummer. Egal ob bei einer Trennung, zurückgewiesener oder unerfüllbare Liebe: Der allzu bekannte Herzschmerz tritt mit Symptomen wie Heulkrämpfen, Wutanfällen, Essattacken sowie Depressionen auf und lässt einen einfach nicht in Frieden. Zumindest vorerst. Vorerst sollte man wohl wissen: Verliebt sein ist im Grunde eine psychische Störung. Liebende handeln nämlich zwanghaft: Im Belohnungszentrum unseres Gehirns werden Neurotransmitter freigesetzt, insbesondere Dopamin. Dieser Botenstoff wird durch die Nervenzellen im ganzen Gehirn verteilt, wo es starke Motivation und Begeisterung auslöst. Deswegen spricht man auch oft vom „Liebesrausch“. Es ist nämlich so, dass dies einem Drogenrausch sehr ähnelt, denn im Gehirn tritt dasselbe Aktivitätsmuster auch bei Drogen auf. Liebeskummer ähnelt also einem Drogenentzug! Bei einer Trennung gibt es 4 typischen Phasen:

1.) Nicht-wahr-haben-Wollen

In dieser Phase leidet man unter Realitätsverlust: Man sieht die Trennung meistens erst vorzeitig und geht davon aus, dass der(die) Ex-Partner(in) wieder zurückkommt. Die Länge dieser Phase beschränkt sich bei den meisten auf ein paar Tage oder Wochen, kann bei einigen jedoch sogar einige Monate andauern. Darauf folgt die 2. Phase:

2.) Aufbrechende Emotionen

Schluss mit selbst belügen: Die Realität dringt durch und deren Auswirkung macht sich deutlich sichtbar: Emotionen wie Wut und Depressionen folgen. Während Frauen hierbei zu einem erhöhten Medikamentenkonsum (Schlaftabletten, Antidepressiva, Beruhigungstabletten) tendieren, weisen Männer meistens einen erhöhten Alkoholkonsum auf. Essattacken & Gewichtszunahme sowie dessen Gegenteil Appetitslosigkeit & Gewichtsabnahme sind mögliche Folgen. In dieser Phase zieht man sich zurück und ist seinen Gefühlen frei ausgesetzt: Auch Rachegedanken sind nicht selten der Fall.

3.) Neuorientierung

Während man in der 2. Phase stets zurück geblickt hat, ist in der 3. Phase der Blick nun wieder nach vorne gerichtet. Das schwerste ist überstanden: Der Schmerz ist zwar immer noch da, aber er ist erträglich. Man beginnt wieder in die Gesellschaft einzutreten und mit Familie/Freunden etwas zu unternehmen, während die Gedanken an den(die) Ex-Partner(in) immer mehr abnehmen.

4.) Akzeptanz

Wenn man in der 4. Phase angelangt ist, hat man es (endlich) geschafft. Man kann auf die Beziehung schlussendlich zurückblicken und sogar objektiv betrachten und ist nun wieder offen für neue Beziehungen. Bevor man die 4. Phase endgültig erreicht, ist es gut möglich, dass man die Phasen mehrmals, auch durcheinander erlebt. Natürlich gibt es auch viele entscheidende Faktoren, welche sich auf das Verlaufen der jeweiligen Trennungsphasen auswirken: Länge und Intensivität der Beziehung ist unter anderem sehr ausschlaggebend Um diese harte Zeit möglichst gut zu überwinden, sind folgende Tipps hilfreich:

• Liste mit den negativen Eigenschaften des(der) Ex-Partner(in)

Am besten erstellt man diese gleich anfangs der Trennung. Unser Gehirn tendiert nämlich dazu, an guten Erinnerungen festzuhalten und schlechte/weniger beraubende zu vergessen. So erhalten wir im Nachhinein ein total falsches Bild von gescheiterten Beziehung sowie des(der) Ex-Partner(in), was das Verarbeiten nur um einiges schwerer macht. Deswegen ist eine solche Liste von Vorteil, da man jedes Mal, wenn man an die „schönen“ Zeiten zurückdenkt, auch die „schlechten“ in Erinnerungen rufen kann.

• Erinnerungen (Briefe, Fotos, Geschenke etc.) loswerden

Eine ziemlich klischeehafte, aber dennoch sehr wirkungsvolle Methode wäre auch Verbrennen! So lässt man, auch wenn es schwer ist, an diesen Erinnerungen Stück für Stück los, was für die Verarbeitung ein sehr wichtiger Schritt ist.

• Den(Die) Ex-Partner(in) NIEMALS anrufen, anschreiben oder Nachrichten hinterlassen

Auch wenn man das dringende Bedürfnis hat, mit dem(der) Ex-Partner(in) zu sprechen, sollte man es lassen. So wird das Loslassen bzw. Verarbeiten nur schwerer!

• Gemeinsame Plätze, Orte (Restaurants, Parks, etc.) vermeiden

Dadurch werden nur wieder alte Erinnerungen wach und man fängt wieder an, die Person mehr zu vermissen. Man sollte viel lieber neue Orte besuchen und dort Erfahrungen sammeln. So hat man eine gute Ablenkung und man muss möglichst wenig an den(die) Ex-Partner(in) denken!

• Viel Zeit an der frischen Luft verbringen

Sobald man die Phase überwunden hat, in der man über alles alleine nachdenken muss, sollte man möglichst viel an die frische Luft. Hierbei werden nämlich Glücksgefühle freigesetzt und es bietet eine gute Abwechslung bzw. Ablenkung! • Einen Wunsch/Traum erfüllen Einer sehr wichtiger Schritt, wie man möglichst schnell zu Phase 4 der Trennungsphasen kommt: Das Erfüllen eines Wunsches/Traumes, sei es eine Reise, das Erlernen einer Sprache oder eines Musikinstrumentes, - es lenkt nicht nur sehr gut ab, sondern setzt auch Glücksgefühle im Gehirn frei.

• Darüber reden!

Darüber zu reden ist wohl eines der wichtigsten Sachen in einer Trennung, denn es ist sehr entscheidend für die Verarbeitung! Sollte man niemanden zum Reden haben, wäre es auch günstig einen Therapeuten aufzusuchen, da Liebeskummer je nach Persönlichkeit auch schwerwiegendere Folgen haben kann. Wie viel Zeit man benötigt, um eine fehlgeschlagene Beziehung erfolgreich zu bearbeiten, hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab, wie Psychische Verfassung, Lebenserfahrung und Selbstwertgefühl. Natürlich sind Faktoren wie Abhängigkeit und Dauer der fehlgeschlagenen Beziehung auch ausschlaggebend. Für eine 6 jährige Beziehung benötigen Frauen statistisch 3 Jahre zur (kompletten) Überwindung. Männer hingegen benötigen statistisch nur 18 Monate. Im Gegensatz zu Frauen, die nach den 3 Jahren die Beziehung komplett überwunden haben, besteht bei Männern jedoch ein viel größeres Risiko, dass die Gefühle sie wieder einholen, da sie zu nicht selten zur Verdrängung neigen. Studien haben des Weiteren herausgefunden, dass Anfälligkeit gegenüber Liebeskummer von Persönlichkeit abhängt: Menschen die zu "besitzergreifender Liebe" tendieren, Menschen mit geringem Selbstwertgefühl sowie Schüchterne haben öfter Liebeskummer! Liebeskummer umfasst jedoch nicht nur geistige Symptome, sondern auch körperliche. Das Phänomen „Broken Heart Syndrom“, wie es die Forscher nennen, ähnelt einem Herzinfarkt, verursacht durch den großen psychischen Stress, den Liebeskummer mit sich bringen kann. Liebeskummer ist also keineswegs auf die leichte Schulter zu nehmen. Der enorme psychische Stress sowie die intensiven Gefühle verleiten einem schnell zu unüberlegten Handeln, was man schlussendlich schnell bereuen kann! Je nach Persönlichkeit kann Liebeskummer zu Selbstverletzendem Verhalten, Suizid oder sogar Mord führen. Doch wieso haben wir überhaupt Liebeskummer? In der Evolution entwickelte sich Liebeskummer aus einem sehr wichtigen Grund: Frisch vermählte konnten sich so nicht einfach trennen und sorgten sich beide zusammen um deren Kinder. So wurde der Zusammenhalt der Familie versichert, welcher Überlebenswichtig war. Liebeskummer bewahrte sie also davor, sich zu Trennen.

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